„Totes Meer“ – Comic-Lesung mit 18 Metzger

„Totes Meer“ – Comic-Lesung mit 18 Metzger
Von Matrosen, Umstürzen und missglückten Schlussstrichen.

Freitag, den 25.07.2014, 21 Uhr, Linie206 (Linienstr. 206, Berlin Mitte Nähe U Bahn Rosenthaler Platz)
Im Anschluß gibt es Kneipe mit Musik und Wein.

Präsentiert wird die Lesung in der Linienstraße 206, eines der noch übrig gebliebenen Hausprojekte in Berlin Mitte. Noch übrig geblieben? Seit mehreren Jahren versuchen die jetziges Hauseigentümer die Bewohner*innen mit Schikanen und Prozessen aus dem Haus zu vertreiben. Doch gelungen ist es ihnen bisher nicht und allen anderen vorherigen Profiteuren auch nicht! Mit der Wahl auf diesen Raum für diese einzigartige Comic-Lesung werden wir die Linie206 in ihrem Kampf um ihren Erhalt unterstützen.

Die Comics von 18Metzger transformieren Alltag in maritime Grotesken. Die Strips sind bevölkert von Matrosen, die keine Sekunde still sitzen
können, ohne eine neue Geschäftsidee zu haben. Sie haben mobiles Internet, aber keinen Grund, das Haus zu verlassen. Falls doch, begegnen
sie der neuen Mitte auf ihrem Weg nach unten…

Die 18 Metzger leben und arbeiten in Köln. Einer traurigen und von Gott zurecht verlachten Stadt. Der Strip “totes meer” erscheint in der Berliner Wochenzeitung »Jungle World«.
http://18metzger.de

Nicht unerwähnt lassen wollen wir, daß sie Gewinner des diesjährigen Max und Moritz Preises in der Sparte „Bester deutschsprachiger Comic-Strip“ sind.
http://comic-salon.de

Zum reinlesen und kaufen:
18 Metzger, Totes Meer (Ventil Verlag)
Hardcover, farbig illustriert
140 Seiten
1. Aufl., März 2014
19,90 €
ISBN 978-3-95575-000-8
http://www.ventil-verlag.de/titel/1449/totes-meer

Wir freuen uns auf eurer Kommen,
CuK (Comic und Kampf)

http://linie206.blogsport.de
http://linie206verteidigen.blogsport.de
18m

Linie 206 solidarisch mit der Pizzeria Anarchia in Wien

piwa

RÄUMUNG der Pizzeria Anarchia in Wien am 28.07.2014 VERHINDERN!

Die Pizzeria Anarchia ist ein besetztes Haus in Wien. Unser Haus!
Seit mehr als 2 Jahren haben wir unsere Hoffnungen und Träume in die Pizzeria gesteckt. Hier haben wir gemeinsam gelebt, gestritten und geliebt. Wir haben Diskussionen, Workshops, Volxküchen, Aktionen und Widerstand gegen den unerträglichen Normalzustand organisiert. Seit bald 2 Jahren haben wir keinen Vertrag und sehnen uns auch nicht danach. Dieser Zustand ist natürlich unerhört, am 28.07 sollen wir deshalb geräumt werden.
Das nehmen wir nicht hin, sondern kämpfen für unser Haus, und rufen dazu auf, uns dabei zu unterstützen.

Um Verwirrung zu vermeiden, möchten wir darauf hinweisen, dass die Behörden bereits mehrmals den Räumungstermin verschoben haben. Wir gehen davon aus, dass der 28.07 nicht mehr geändert wird. Aktuelle Infos auf pizza.noblogs.org

Wir kämpfen nicht nur für uns, sondern auch für die Bewohner*innen im Haus mit einem regulären Mietvertrag, die inzwischen unsere Freund*innen geworden sind. Diese sind von dem Räumungsbescheid nicht direkt betroffen, doch sehen sie sich seit langem exzessivem Druck durch die Eigentümerfirma Castella GmbH ausgesetzt.

Es ist davon auszugehen, dass dieser nach einer möglichen Räumung der Pizzeria wieder steigen wird. In den Plänen der Firma für die Neugestaltung des Hauses sind die derzeitigen Bewohner*innen nicht mehr enthalten, doch diese weigern sich seit Jahren ihr Zuhause zu verlassen. Nachdem mutwillige Zerstörung der Infrastruktur, Verweigerung von Instandhaltungsarbeiten, nächtliche Einschüchterungsversuche, finanzielle Angebote und sogar Anschläge mit Buttersäure, Altöl und Farbe nicht gefruchtet haben, kamen die Eigentümer auf die grandiose Idee eine Gruppe „Punks“ dazu zu benutzen die renitenten Mieter*innen zu vertreiben. Dies zu vermeiden war von Anfang an unser Ziel. Stattdessen haben wir unser Möglichstes getan, um sie gegen die Eigentümer zu unterstützen.

Mit der Zeit entwickelte sich die Pizzeria Anarchia,
ein widerständiges Projekt, ein Schandfleck, ein lautes Nein!
Ein Haus in dem Widersprüche nicht totgeschwiegen und verdrängt werden, sondern versucht wird damit einen Umgang zu finden.
Ein Freiraum in dem gemeinsam Strategien zum Überleben im kapitalistischen Wahnsinn entwickelt werden. Ein Ort des konkreten Widerstands gegen Immobilienspekulation und Gentrifizierung, in diesem Bezirk und in der ganzen Stadt.

Auch wenn wir nicht immer die einfachsten Nachbar*innen sind, schränken wir doch den Handlungsspielraum der Castella GmbH massiv ein, indem wir Öffentlichkeit schaffen, Sabotageakte verhindern und aktiv gegen Einschüchterungsversuche vorgehen. Außerdem wird durch unsere Anwesenheit verhindert, dass das ganze Haus in eine Baustelle verwandelt wird wodurch die Belastung der Altmieter*innen noch weiter steigen würde. Darüber hinaus würde die geplante Sanierung und Erweiterung um drei Stockwerke mit dazu beitragen, die Mieten im Bezirk weiter hoch zu treiben. So sind wir die Geister die sie riefen und stehen seit nunmehr zwei Jahren der effektiven Kapitalverwertung durch die Castella GmbH im Weg. All das sind Gründe, warum wir alles tun werden, um im Haus zu bleiben.

Alles zu unternehmen, bedeutet für uns auch die Räumung mit juristischen Mitteln zu bekämpfen. Für uns ist es wichtig, klarzustellen, dass wir diese Bemühungen nicht als Kooperation mit der Ordnung verstehen, die wir bekämpfen, sondern als Versuch, sie mit ihren eigenen Mitteln zu schlagen, und so die drohende Repression und den Verlust unseres Hauses abzuwenden.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis, welches zur Ware gemacht wird. Deswegen sehen wir unsere Entscheidung, diesen mietfreien Raum zu verteidigen, als klares Zeichen gegen das System.
Miete, Behinderung alternativer Wohnmöglichkeiten und Verdrängung von bestimmten Menschen sind Teil eines Kontrollsystems, welches uns daran hindern soll, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Dies trifft natürlich diejenigen, welche von diesem System als «unnütz» betrachtet werden, am härtesten. So sind in Rentner_Innen, Student_Innen, Arbeitslose, Geringverdiener_Innen, Alleinerziehende, Punks und viele weitere Menschen durch Miete und andere kapitalistische Widrigkeiten in ihrer Existenzgrundlage bedroht. Gegen diese Verhältnisse, die ihren Ursprung in der bestehenden Eigentumsordnung haben, sollten wir uns gemeinsam zur Wehr setzen.
Weil es nicht ok ist, dass die Mieten steigen oder überhaupt existieren.

Weil es nicht ok ist, dass es Menschen gibt die keine Wohnung haben, weil sie sich eine solche nicht leisten können.Weil es nicht ok ist, wenn Mieter_Innen von Hauseigentümer_Innen drangsaliert werden.
Aber vor allem, weil wir für ein solidarisches Zusammenleben in einen selbstverwalteten Freiraum, als eine antikapitalistische Alternative, stehen wollen. Kurz gesagt weil wir zu zeigen versuchen, dass es auch anders möglich ist.

Der Räumungstermin ist am 28.07.2014.
Wir rufen dazu auf ab sofort gemeinsam aktiv zu werden und die Räumung zu verhindern! Uns ist wichtig, unseren Lebensraum so lange wie möglich zu schützen und nichts unversucht zu lassen.

Für uns ist deshalb klar, dass wir uns in jedem Fall am 28.07. die Straße nehmen werden, um gegen Räumungen, Miete, und Gentrifizierung zu protestieren.

Wir grüßen alle widerständigen Menschen, die gegen alle Formen der Herrschaft und für ein selbstorganisiertes Leben in gemeinsamer Solidarität für eine andere Gesellschaftkämpfen.
Solidarität ist unsere Waffe.

Bewegt euch! Seid Laut, kommt vorbei oder denkt euch etwas aus.
Besetzt Häuser, lebt wild und gefährlich!
Der Ofen ist noch lange nicht ausgebrannt.
Die Welt ist eine Pizza und gehört uns allen

Resist the eviction of the Pizzeria Anarchia in on 28.07.2014
http://pizza.noblogs.org/
pileu

Soliparty in der Linie206 und BAIZ Flohmarkt am 10. Mai 2014

16 Uhr: Baiz-Flohmarkt:

Schönhauser Allee 26 A – 10435 Berlin – Prenzlauer Berg

Soli-Flohmarkt für linke Terror-Nester. Wieder mit Siebdruck.
Dabei diesmal Linie 206, KvU und Schokoladen.
Bringt T-Shirts mit und macht euren eigenen Siebdruck.

ab 21 Uhr Party bei uns in der Linie206:
linieluchasoli

Linie 206 solidarisch mit Rote Flora & Refugees: Wir bleiben alle

…ein neues Transpi an der Linie 206…
linie flora

Nachtrag: Linie 206 gewinnt mal wieder einen Prozess gegen die Eigentümer Lippert & Wadler

Heute, genau eine Woche nach der Zeu­g_in­nen­be­fra­gung am 12.​12., ist das Ur­teil im Pro­zess Wad­ler und Lip­pert gegen die Linie 206 ge­fal­len.
Auch die zwei­te In­stanz hat zwei­fels­frei fest­ge­stellt, dass nach sie­ben Jah­ren Miet­zah­lun­gen ein Miet­ver­hält­nis zu­stan­de ge­kom­men ist.
Die Ei­gen­tü­mer Bernd-​Ull­rich Lip­pert und Frank Wad­ler sind somit schon ein zwei­tes Mal daran ge­schei­tert, die Li­nie206 auf ju­ris­ti­schem Wege zu ent­mie­ten und haben statt­des­sen un­se­re Po­si­ti­on im Haus ge­fes­tigt.

Vie­len Dank an alle, die uns in dem lan­gen Rechts­streit durch An­we­sen­heit oder Dau­men drü­cken un­ter­stützt haben! Al­ler­dings ist die Linie 206 damit noch nicht ge­ret­tet – Wir hal­ten euch auf dem Lau­fen­den.

Wir blei­ben alle!